Wrist Check
Das Design der Lawless geht ursprünglich auf das Jahr 2009 zurück. In Zusammenarbeit mit dem australischen Taucher Brendan Lawless, der der Uhr auch ihren Namen gab, entstand eine ebenso schlichte wie eigenständige Taucheruhr. Zu einer Zeit, als viele Hersteller vor allem Submariner-inspirierte Modelle auf den Markt brachten, verfolgte Tourby bewusst einen anderen Ansatz. Zwar sollte das Sortiment um eine Taucheruhr erweitert werden, doch ein weiterer Submariner-Klon kam nicht infrage. Für einen kleinen Uhrenhersteller war es eine große Herausforderung, mit einem eigenständigen Design Akzente zu setzen und sich am Markt zu etablieren.
Für Brendan Lawless stand von Anfang an fest, dass die Uhr höchsten technischen Ansprüchen genügen musste. Während viele renommierte Marken damals noch Lünetten mit einer einfachen 60-Klick-Rastung verwendeten, setzte Tourby bereits auf eine präzisere 120-Klick-Rastung. Eine Wasserdichtigkeit von 500 Metern entsprach seinerzeit dem technisch Machbaren und unterstrich den professionellen Anspruch der Uhr. Selbstverständlich gehörte auch eine Keramiklünette zur Ausstattung – anstelle der damals häufig verwendeten Metalleinlagen. Zifferblatt und Zeiger wurden konsequent auf optimale Ablesbarkeit unter Wasser ausgelegt. Ebenso wichtig war ein sicherer und komfortabler Sitz am Handgelenk. Dafür entwickelte Tourby ein eigenes Kautschukband, das nahtlos in die Bandanstöße integriert wurde und selbst kleinste Spaltmaße vermeidet. Was heute selbstverständlich erscheinen mag, war damals eine bemerkenswerte konstruktive Leistung.
Tourby ist seit jeher für seine aufwendig verzierten Uhrwerke bekannt. Bei einer professionellen Taucheruhr ließ sich jedoch aufgrund der hohen Druckanforderungen kein Glasboden realisieren. Deshalb entschied man sich für einen Gehäuseboden, der in seiner Gestaltung ebenso eindrucksvoll ist wie ein dekoriertes Uhrwerk. Für die aufwendig geprägte 3D-Gravur kam ein besonders seltener und vergleichsweise weicher Edelstahl zum Einsatz. Nur dieses Material ermöglichte die außergewöhnliche Tiefenprägung, da die verwendeten Stanzmaschinen normalerweise ausschließlich Messing oder Kupfer verarbeiten. So entstand eine Taucheruhr, die mit großer Liebe zum Detail entwickelt wurde und auch heute technisch wie gestalterisch nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat.
